Morgens bei den Streikenden der Vivantes-Töchter für „100% TVöD“
Am 25. Februar haben wir von aufstehen-Spandau den Streik der Beschäftigten in
den Tochtergesellschaften von Vivantes Spandau mit Präsenz, Kaffee und einem
Transparent unterstützt.
Die Stimmung unter den bis zu 30 KollegInnen war prima. Mehrere von ihnen
berichteten aus ihren Arbeitsbereichen Reinigung, Küche, Catering oder Logistik. Sie
bereiten die Speisen und Getränke für die Stationen, für Alten- und Pflegeheime der
Umgebung vor, sorgen für hygienische Verhältnisse auf den Stationen oder bringen
Patienten zu den Untersuchungen. Überall herrschen starke Unterbesetzung und
großer Arbeitsdruck unter schlechten Arbeitsbedingungen. „Die Arbeit ist einfach
nicht zu schaffen!“ Statt vorgesehener 8 Kräfte für die Reinigung müssen teilweise
nur zwei die Arbeit erledigen. In der Küche und am Band muss unter Kühlung mit z. T.
ungenügender Ausstattung gearbeitet werden.
Demgegenüber kritisieren die Beschäftigten mangelnden Respekt und Anerkennung
ihrer Arbeit, ohne die der Krankenhausbetrieb nicht funktionieren würde. Und sie
wollen die Ungleichbehandlung in der Bezahlung, in schlechteren Zulagenregelungen
und fehlender Altersversorgung außerhalb des TVÖD nicht länger hinnehmen,
deshalb hieß die Parole „100% TVöD!“ Es war eine Kampfbereitschaft zu spüren,
weiter zu streiken, unsere Solidarität und die Mithilfe des ver.di-Unterstützerkreises
und das Miteinander unter den Streikenden vor Vivantes Spandau hat den Willen zur
Durchsetzung gestärkt.
Hans Jürgen
Beitragsfoto: Ingo Müller, Vivantes-Streik-Demo, 26.02.2026
