Der Versuch der Etablierung einer Aufmarschtradition zum Zweck der NS-Verherrlichung in Spandau ist, nach vorherigen Neonaziaufmärschen zum Todestag von Rudof Hess, seit dem Jahr 2019 unterbrochen worden. Vom Spandauer Bündnis gegen Rechts und der VVN/VdA, Regionalgruppe Spandau wurden diesbezüglich Kundgebungen und Demonstrationen angemeldet und durchgeführt Im Vorfeld der Aktionen in den Jahren 2017, 2018 und 2019 haben auch die Bezirksverordnetenversammlungen Lichtenberg, Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Spandau Resolutionen verabschiedet, um nochmals deutlich zu machen, dass NS-Verherrlichung in Berlin nicht gewollt ist. Bei den verschiedenen Kundgebungen sprachen u.a. Bischof Dr. Markus Dröge (Evangelische Kirche), Petra Pau (Bundestagsvizepräsidentin, MdB, die Linke), Renate Künast (MdB, Bündnis 90/Die Grünen), Reinhard Auener (Pfarrer i.R.), Dr. Hans Coppi (VVN/BdA), Lala Süßkind (JFDA), Jürgen Schulte (Hufeisern gegen Rechts). Dabei wurde von den Redner*innen nochmals deutlich gesagt, dass Deutschland und Berlin kein Platz für Nazis ist.
Uwe Bröckl
11.05.2026




Bilder und Beitragsbild: Ingo Müller, aus der Ausstellung „Spandau Prison. 1877 – 1987“, 11.05.2026
